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11. Saaser Gourmet-Trail

11. Gourmet-trail

Ein Tag mit dem "Team" Hotel Pirmin Zurbriggen

Bereits um 10:30 Uhr, bei der Besammlung vor dem Hotel Zurbriggen in Saas Almagell, ist klar: Hier trifft sich eine muntere Truppe, die sich auf das, was da kommt, riesig freut und zu jeder Schandtat bereit ist. Auch das Wetter spielt mit; es hat zwar keinen strahlend blauen Himmel ausgepackt, aber es ist nur leicht bewölkt und zwar eher kühl, aber durchaus in einem angenehmen Bereich. 

 

Ein kleiner Bus steht auch schon bereit und bringt uns auf direktem Weg nach Saas Fee. 

 

Der Start: Saas Fee - Dorfplatz

Danach ein kurzer Spaziergang und schon sind wir im Herzen dieses hübschen Dorfes, wo ein erster Vorgeschmack auf das, was wir noch erleben werden, wartet. Es gibt eine Mini-Frühlingsrolle, eine Mini-Hackfleischbällchen und ein Stückchen Lachs-Roulade, garniert mit einem feinen Chutney. Hmmmm, da ist eines besser als das andere und niemand wäre traurig gewesen, wenn es mehr davon gegeben hätte. Dazu gibt es den Schaumwein: Mousseux du Valais von D. Mathier, Salgesch, Blanc de noir (reiner Pinot noir). Gegessen und getrunken wird natürlich nicht einfach auf dem Dorfplatz, nein, nein, alle sitzen gemütlich im kleinen «Dorfzug» und lassen sich an den Dorfrand bringen. 

Erster Halt: Mitten im Wald

Gastgeber: Sunstar Hotel BeauSite

Ein kurzer Aufstieg durch einen zartgrünen Wald, der durch einzelne Sonnenstrahlen zu leuchten scheint, hübschen Blumen, die den Wegesrand säumen, ein paar nette Plaudereien und schon erreichen wir den zweiten Posten, wo erneut etwas gaaaaanz Feines auf uns wartet. Dieses Mal kommt die Hauptzutat aus dem Wasser, zubereitet vom Sunstar Hotel Beau Site, welches am 11. August 2018 sein 125-jähriges Bestehen feiert: Ein Tartar von der geräucherten Forelle, Brioche, Apfel und Curry, dazu zwei edle Tropfen aus Vétroz von A. Fontannaz: Ein Petite Arvine 2016 (autochtone Rebsorte mit sehr langen Wurzeln, die für die mineralischen Töne verantwortlich ist) und ein Dôle (Pinot Noir und Gamay).

Der zweite Halt: Immer noch im Wald

Gastgeber: Hotel Pirmin Zurbriggen

Es ist ganz einfach wunderbar, das Gefühl, das einen umgibt, wenn man durch einen Wald spaziert. Irgendwie ist die Luft viel besser und es herrscht eine wohlige Atmosphäre, die auch durch die angeregten Diskussionen nicht weggeht. Besonders auffallend sind die vielen Ameisenstrassen, die unseren Weg kreuzen. Diese Tierchen sind wirklich bewundernswert, denn sie sind unaufhörlich in Bewegung, schleppen riesige Lasten und beschweren sich dabei weder über die „riesigen Trampeltiere“, die da in ihrem Revier rummarschieren, noch über das Wetter oder ihre harte Arbeit. 

 

Uns geht es da viel besser, denn heute haben wir frei und wir wissen, dass noch viele gute und schöne (Gaumen-)Freuden auf uns warten. Und da ist er auch schon, unser nächster Verpflegungsposten. Dieses Mal ist das Wellness und Spa Hotel Pirmin Zurbriggen mit seinem Chefkoch Markus für die Leckerei verantwortlich, die dieses Mal „aus der Luft kommt“: Konfierte Entenkeule und knackiger Rotkabis-Orangensalat. Dass das allen mundet ist ganz leicht zu erkennen: Es ist plötzlich ruhig und nur das Besteck, welches über die Teller streicht, ist zu hören. Ab und zu klingen auch ein paar Gläser, denn mit dem Viogner 2016 (von G. Devayes, Leytron) und dem Cabernet Sauvignon (Cina, Salgesch) wird nur allzu gerne auf die Gesundheit (oder auf anderes) angestossen.

Der dritte Halt: Und immer noch im Wald...

Gastgeber: Hotel Saaserhof

Die Stimmung wird von Minute zu Minute lockerer und eine fröhliche Schar von angeregt plaudernden Menschen streift durch den Wald rund um Saas Fee. Kaum haben alle Platz genommen wird auch schon „die Muschi de Jacob“ serviert (Fabian, danke für die Übersetzung!!!!). Ja, genau, das Meer ist nun dran und verzaubert uns mit einer delikaten Coquilles St. Jacques aus der Schale mit Vollkornspaghetti und raffiniertem Sesamsud, ganz einfach ein Gedicht! Natürlich darf auch hier ein dazu passender Rebensaft nicht fehlen; an der Reihe ist ein Wallstone-Red Stone, Rosé de Diolinoir & Cornalin 2015, vom Weingut Flaction, St. Pierre-de-Clages, und ein Humagne Rouge, erneut von G. Devayes, Leytron.

Der vierte Halt: ...und eigentlich immer noch im Wald

Gastgeber: FerienArt Resort

Was würden Sie zu feinen Tagliarini mit Sellerie und schwarzen Trüffeln sagen? – Wohl kaum: „Nein danke“. Genau so erging es auch den Köchen dieses ausgezeichnet schmeckenden Ganges. Erneut gibt es eine Pause bei den doch immer lebhafteren und lauteren Gesprächen, denn dieses Gericht zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Trotzdem, der dazu servierte Merlot 2016, J.-L. Mathieu, Chalais, und der Paien, Cave la Dole blanche, Leytron, verblassen nicht daneben und werden auch entsprechend gewürdigt, bevor sich die lustige Truppe wieder auf den Weg macht.

Der fünfte Halt: Auf der Waldlichtung

Gastgeber: Schweizerhof Gourmet & Spa

Zur Walser Gewürzpfanne (Kalbsrückenwürfel & Kräutersaitlinge) werden dieses Mal nicht nur ein eleganter und ausdrucksstarker Baroc 2015 von J.-R. Germanier, Vétroz, und ein elegant wuchtiger Domaine de Chapître serviert, sondern auch ein beeindruckender Pfarrer, welcher erneut fesselnde Einblicke in das frühere Leben hier im Wallis vermittelt. Unsere Gruppe hätte ihm noch viel länger zuhören können und auch gerne die interessanten Gespräche am Rande mit ihm fortgeführt, aber unser Sklaventreiber Fabian drängt uns zum Aufbruch. Er hat wohl Angst, dass der Weinkonsum und das gute Essen den einen oder anderen von uns ganz schön müde gemacht hat, und das Sandmännchen so nur allzu leichtes Spiel gehabt hätte, wenn er nicht wie ein Wachhund aufpassen würde. Also brechen wir auf, um unsere ganze Aufmerksamkeit der nächsten Runde, dem Käse, zu widmen.

Der sechste Halt: Alphubel-Blick-Kurve

Gastgeber: Bergrestaurant Spielboden

Weil sich letztes Jahr der eine oder andere Teilnehmer am Gourmet Trail über den etwas zu markanten Käse und den Ziegenkäse beschwert hatte, gibt es dieses Mal etwas ganz Leichtes: Ein verspieltes sommerliches Frischkäsemousse mit Schwarzkümmel und Walliser Aprikosen. Erneut wird klar: Die Leute hier sind kreativ und sehr, sehr flexibel. Ich persönliche liebe rezenten und Geiss-Käse, und obwohl die diesjährige Variante des Käses ebenfalls seeeeeeeehr fein war, das letzte Jahr war für mich genauso gut. Natürlich darf auch hier der Wein nicht fehlen, der die Speisen erst so richtig ins rechte Licht rückt: Ein trockener Amigne (1 von 3 Bienen) von Serge Roh, und ein Modus Vivendi 2013 von M. Gaillard, St. Pierre-de-Clages.

Der siebte Halt: Aqua Allalin

Gastgeber: Aqua Allalin

Wie schon letztes Jahr, befindet sich die Dessert- und damit die letzte Station in diesem Hostel. Und wie schon letztes Jahr, lässt das Buffet keine Wünsche offen. Hunger hat ja schon lange keiner mehr, aber ein Dessert geht immer und bei diesen Köstlichkeiten kann auch keiner widerstehen. «Das beste aus der Süssen Küche» wird seinem Titel voll gerecht und auch der Rêve d’amour 2013, der Vieille Prune und der Williamine finden regen Zuspruch, bevor sich alle zur Abschlussparty treffen.

Das Fest nach dem Fest

Gastgeber: Saas Fee Tourismus

Im Wallis darf es ganz einfach kein Fest geben, bei dem kein Raclette serviert wird, das ist natürlich auch heute so. Die Stimmung ist ausgelassen, die Gourmet-Trail-Teilnehmer sind voller Energie, so braucht es nur noch etwas Musik und die Party kann steigen. Wir sind ja unter uns, das heisst, jeder kann hemmungslos herumhüpfen, Mallorca-Lieder trällern, den Ententanz aufführen oder sich als Table-Tänzer versuchen; alles ist erlaubt, alles wird entsprechend gewürdigt und jeder ist lustig und ausgelassen. Eigentlich schade, dass es solche Momente nur so selten gibt. 

 

Eines ist auf jeden Fall sicher: Wir verbrachten einen wunderbaren Tag mit wunderbaren Menschen und wunderbarem Essen, garniert mit wunderbarem Wein, wunderbarer Laune und einem wunder-, wunderbaren Ehepaar Zurbriggen!!!!

 

Wenn sich die Welt nächstes Jahr noch immer dreht, ist eines sicher: Wir werden wieder dabei sein und freuen uns schon heute darauf! Esther, Fabian: Ihr seid die Besten, wir lieben euch!


Dieser Blog wurde im Auftrag des Hotels Pirmin Zurbriggen erstellt. Wer Interesse an Bildern (es hat übrigens noch viel mehr Bilder...) ohne Logo hat, soll dies doch per Nachricht mitteilen. 

Daniel Kneubühl, Fotograf - Freund und Stammgast des Hotels Pirmin Zurbriggen


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